05.10.2009 12:59 (1201 x gelesen)
Oberstdorf im Allgäu führt als erster deutscher Ort Karte für barrierefreies Wandern ein
Oberstdorf, 7. Juli 2009 - Wandern für Rollstuhlfahrer ist in Oberstdorf im Allgäu einfach und übersichtlich: Für Deutschlands südlichsten Ferienort hat der AVA Verlag in Zusammenarbeit mit dem Bundesverein barrierefreier Tourismus e.V. erstmals eine Karte mit detaillierter Tourenbeschreibung veröffentlicht. Damit ist das Bergdorf in den Allgäuer Alpen der einzige Ferienort Deutschlands, der Rollstuhl-Fahrern diesen besonderen Service bietet. So können sie im Urlaub einfach und schnell geeignete Wege finden, auf denen sie im Rollstuhl die einmalige Bergwelt erkunden und genießen können. Mit seinem 200 km Wanderwegenetz auf drei Höhenlagen hat Oberstdorf beste Voraussetzungen für einen barrierefreien Urlaub. „Ob entlang eines wilden Gebirgsbaches oder durch märchenhafte Wälder - große Teile des Oberstdorfer Wegesystems können problemlos mit dem Rollstuhl befahren werden“, erklärt Oberstdorfs Alpinberater Moritz Zobel. „Auch ein Ausflug in eines der wildromantischen Oberstdorfer Seitentäler ist problemlos, da die Straßen ins Trettach-, Stillach- oder Rohrmoostal asphaltiert und für den öffentlichen Verkehr gesperrt sind“.In luftiger Höhe genießen Rollstuhl-Fahrer ein atemberaubendes Panorama. Nebelhorn- und Fellhornbahn in Oberstdorf sowie Kanzelwand- und Walmendingerhornbahn im benachbarten österreichischen Kleinwalsertal bringen sie auf bis zu 2.224 Meter. Ausflugsfahrten für Menschen mit Handicap ins Tannheimer Tal, zum Schloss Neuschwanstein, an den Bodensee und zu vielen weiteren Zielen der Umgebung bietet das Hotel Viktoria im Oberstdorfer Ortsteil Rubi an. Das Hotel ist zudem komplett barrierefrei gebaut, hier heißt es Urlaub genießen, ohne Einschränkungen und Hindernisse. Ein besonderes Highlight für blinde Urlauber ist die Führung im Oberstdorfer Heimatmuseum. Berühren verboten – dieses Verbot gilt dort ausnahmsweise nicht. Wo bäuerliches Gerät im wahrsten Sinne des Wortes sonst bloß zur Schau gestellt wird, dürfen sich blinde und stark sehbehinderte Museumsbesucher mit all ihren Sinnen zu den Ausstellungsstücken vorantasten und sie begreifen.
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